Juli 21, 2008
Ich bin völlig von der Außenwelt abgeschnitten. Jedenfalls mein Handy, in meiner Wohnung kann man nämlich neuerdings mit O2 keine Verbindung mehr aufbauen, trotz angeblichem Empfang… Ein paar hundert Meter weiter konnte mein Handy plötzlich wieder, jedenfalls hatte ich eine echte und sehr freundliche O2-Frau am Ohr…
Vielleicht soll das ja irgendwas heißen, dass ich mein Kabuff verlassen sollte oder so. Ich sitz nämlich seit gestern nur zu Hause rum, hab zwar eigentlich genug zu tun, allerdings ödet es mich seit heute offiziell an. Ich habe eben sogar Unmengen Geschirr gespült. Ich!
Gut, dass mein Internet nicht über O2 läuft und fabelhaft funktioniert. Da kann ich mich nämlich den ganzen Tag anschauen, im Internet, was gut ist, da ich keinen Spiegel im Zimmer hängen habe. Noch nicht.
Deswegen freute ich mich gestern etwas, als ich mich auf Herrn Kornfelds neuem Fotoblog fand.
Sehr ans Herz legen will ich dir aber auch die Seite eines guten Freundes und lieben Menschen, der sich hier auch immer mal wieder zu Wort meldet: Herr Paul.
Herr Paul macht T-Shirts - und zwar ganz schön tolle. Jedes einzelne ist ein echtes Unikat, ich selbst besitze schon mehrere. Durch seine kreative Arbeit mittels Airbrush-Technik wächst sein Angebot mit jedem neuen Shirt, einige sind auf der Seite zu finden und in allen erdenklichen Farben und Größen zu bestellen. Aber auch ganz neue, individuelle Wünsche können geäußert werden. (Gerade habe ich ein tolles Palmenmotiv für meine Mutter geordert, das ganz fabelhaft geworden ist und sie mindestens zehn Jahr jünger macht…)
Zurück zur Spiegel-Problematik: Auf Herrn Pauls Seite bin ich auch zu sehen, ja, ich bin sozusagen Model und es ist mir eine große Ehre. Noch mehr Bilder gibt’s auch auf der empfehlenswerten MySpace-Seite.
So, jetzt werde ich endlich mal das Spiegelchen aufhängen, das mir einst eine Freundin spontan schenkte. Und vielleicht mal rausgehen. Aus irgendeinem Grund.
Juli 19, 2008
Schön, dass eine Stadt wie München jetzt auch mal 850 Jahre alt wird, wo doch mein Heimatdorf in der schönen Vorderpfalz seine Tausendjahrfeier abhielt, als ich noch oder vielleicht sogar noch nicht zur Grundschule ging… Dafür hat’s in dem Dorf keine Altstadt und somit kein Altstadtringfest, für das mal so eben alle Straßen für Autos abgesperrt werden und tolle Bands auftreten - nein, zu uns kam nicht mal Peter Steiners Theaterstadl…
Und kaum gibt es ein gutes Angebot, wird es auch schon zum Überangebot: Doof, wenn recht unweit von einander Künstler wie die Mediengruppe Telekommander und die Chicks on Speed zur gleichen Zeit auftreten. Loft oder Liebe - da fällt die Entscheidung nicht leicht. Gut, dass das Wetter wie immer in Strömen mitspielte und ich auf dem Weg zur Mediengruppe in eine ungefähr riesige Riesenpfütze trat, kurz versank und feuchten Fußes weitertrabte. Das Leben ist eine Baustelle - und so are we.
Juli 18, 2008
Zwölf Tage, zwei Todesfälle, eine Autopanne, vier Aufführungen, neun Stunden Fahrt und unzählige wunderschöne Momente später: Merke ich, dass es genau so kommt, wie man es immer gesagt hat, nämlich dann, wenn man überhaupt gar nicht damit rechnet. Und damit meine ich jetzt wirklich Alles: Lebenserhaltendes. Zerstörendes. Glück. Leid. Und dann falle ich vom Lachen ins Weinen und wieder zurück. Falle so rum und weiß: Ich muss nichts festhalten, vor allem nicht mich. Und trotzdem kenne ich meine Möglichkeiten: Ja.
Juli 6, 2008
Wie bereits erwähnt, wer sich in München aufhält und mich vor meiner baldigen Abreise noch einmal zu Gesicht kriegen will, sollte zu einer der vier Aufführungen kommen. Ansonsten bin ich vorerst mal weg.
Juli 4, 2008
In den letzten Tagen wurde ich Empfänger trauriger Nachrichten, die mir jetzt gerade zu privat für eine Ausschlachtung auf meinem Blog sind. Umso passender aber das aktuelle ZEIT-Titelthema: Im Artikel Der Eva-Faktor (online in einer kürzeren Version) werden Parallelen zwischen der längeren Lebenserwartung der Frau (in Deutschland 82 Jahre, fünfeinhalb Jahre mehr als der Mann) und ihrer Erziehung und Sozialisierung von der Kindheit über die Pubertät bis ins Alter gezogen.
Für mich gab es allerhand Gründe zum Aufatmen: Scheinbar beträgt meine Lebenserwartung auch 82 Jahre, zumindest aber irgendwas zwischen 77 und 82. Ich wurde nämlich, im Gegensatz zu vielen männlichen Kollegen, so erzogen, dass es okay für mich ist, Schwächen zu zeigen. Dass ich zum Arzt gehe, meistens jedenfalls, wenn es irgendwo wehtut. Und Fleisch esse ich auch keins. Irgendwie entspreche ich ganz und gar nicht dem doch etwas klischeebeladenen, aber durchaus auf einen Großteil zutreffenden Männerbild, das hier gezeichnet wird.
“Hat man jemals eine Gruppe von Männern gesehen, die sich darüber unterhalten, wie sie sich die Hoden abgetastet haben?”, fragt White. “Da würden doch alle lachen!”
Alan White ist der erste sogenannte “Professor of Men’s Health” und würde sich vermutlich ebenfalls wundern, denn: Ja, ich unterhalte mich auch gerne mal übers Hodenabtasten. Und kann es nur allen Hodenbesitzern weiterempfehlen, vielleicht findet sich ja was Kurioses.
Und das mit dem Obstessen, bewusst auf den Körper und Ernährung achten, wie es die meisten Frauen scheinbar können, darf auch fleißig geübt werden. Wie meine Mutter schon immer fröhlich sang: “An apple a day keeps the doctor away!” Und für alle Freunde des guten Tropfens: Gerade wurde mal wieder herausgefunden, dass ein Glas Rotwein am Tag Wunder wirken soll.
Alle, die lieber nicht so lange, dafür aber möglichst intensiv und fröhlich leben wollen, haben übrigens ebenfalls mein volles Verständnis. Gerade in Zeiten, in denen es völlig normal scheint, die letzten Jahre seines Lebens in einem Bett zu verbringen, als Pflegefall. Und man eigentlich nichts mehr von dem tun kann, was mein sein Leben lang tat. Mein letzter Tipp ist also dieser: Starr nicht länger als eine Minute an deine Zimmerdecke. Vermutlich wirst du noch genug Zeit dafür haben.
Juli 1, 2008
Soeben ist ein seltsam aussehender Käfer durch das Fenster geradewegs in meinen Kräutertee (aromatisiert mit Pfirsich) geflogen. Geistesgegenwärtig und großherzig wie ich bin, in meiner 19-Stunden-Wachphase, habe ich ihn prompt gerettet und nach einigen kurzen Gesprächen, die zu nichts Großartigem führten, wieder in die Freiheit entlassen. Jetzt wo der Käfer (er hatte tatsächlich keinen Namen, deshalb auch keinen Ausweis oder so) weg ist, weiß ich nicht mehr so ganz, mit wem ich mir den Film Julia anschauen soll, solange er noch im Kino zu bestaunen ist… Freiwillige bei mir melden!
Allen, die lieber kostengünstig ins Theater gehen und sich zwischen 8. und 11. Juli in München befinden, möchte ich folgendes Produkt studentischer Leidenschaft vorschlagen:

Es könnte übrigens sehr gut sein, dass auch ein gewissen Herr Hornbach hier und da mal über die Bühne hüpft…
Und genau diesem Herrn fallen in genau diesem Augenblick genau zwei Augen zu.
Doch plötzlich leuchtet ihm alles ein: Das mit dem Käfer. Dieser seltsame, bisher nie gesehene Käfer. Da ist doch.. ein Zusammenhang… Kein Scheiß: Genau in diesem Moment wird dem Herrn genau Alles klar.
(Wenn Sie mir nicht folgen können, folgen Sie den Anweisungen auf dem abgebildeten Flyer!)
Juni 29, 2008
..hat nicht nur die deutsche Herrennationalmannschaft (zur Erinnerung: Die Frauen sind Weltmeisterin! Ha!), sondern auch ich, im Freibad, gegen Sophie. Die schwomm am Freitag nämlich mal locker 40 Bahnen, olympiagroße Bahnen (also eigentlich 80), ich hingegen pausierte nach den ersten zehn. Nach den nächsten elf ließ ich es dann schließlich ganz sein. Macht ja nichts: Nächsten Freitag kann ich ja wieder üben.
Und über die Herren Nationalspieler möchte ich nur sagen: Nichts. Nur vielleicht: Gut, dass ich nicht auch noch mitgespielt habe…
Juni 27, 2008
Ich wollte nur mal kurz anmerken, dass das hier wohl so eine Art Wochenendblog ist. Unter der Woche habe ich gar keine Zeit, mich hier großartig zu äußern. Und selbst heute, an meinem freien Freitag, an dem ich dann eigentlich wieder auf die große Blogpauke hauen wollte, bin ich viel stärker daran interessiert, ein Freibad aufzusuchen, zum ersten Mal in diesem Jahr. Das werde ich auch gleich tun, in reizender Begleitung, die mich gleich abholen wird: Sophie. Sophie findet, dass sie es sich verdient hat, hier einmal namentlich erwähnt zu werden. Das stimmt, Sophie ist nämlich ganz schön cool, sogar so cool, dass ich ihr gerne Anziehsachen ausleihe, wenn es abends etwas kühler wird. Gleich werden wir gemeinsam in der Sonne liegen und abwechselnd eine Bahn schwimmen und drei Minuten schlafen. Wie viele Runden wir schaffen werden, wird demnächst hier zu lesen sein. Vielleicht.
Juni 19, 2008
Mal ganz abgesehen vom Halbfinale und damit verbundenem bierseligen Gejubel: Ich muss jetzt Verantwortung übernehmen. Nicht nur für mich, sondern auch für Wilhelm, der eigentlich anders getauften Hamsterin, die ich seit gestern in meinem WG-Zimmerlein beherberge. Auch wenn sie hier und da mal irgendwo runterfällt und mich in ein paar Tagen schon wieder verlassen wird, sind wir schon jetzt ein unglaublich tolles Team, das fest zusammenhält, wie man unschwer erkennen kann…

Das Laufrad benutzt sie übrigens ausschließlich nachts. Vor lauter Begeisterung beginne ich da immer sofort in die Hände zu klatschen.