Juni 14, 2007...5:08

Guter Film, böser Film, deutscher Film

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Wenn ich nicht gerade arbeiten bin oder Schauspielunterricht habe, verbring ich die meiste Zeit auf dem schon oft erwähnten Festival des deutschen Films im schönen Ludwigshafen. (Auch als hässliche kleine Schwester von Mannheim bezeichnet…)

Und wenn ich schon mal da bin, mag ich natürlich nicht nur in Liegestühlen rumhängen und Bionade zum Mitarbeiterpreis trinken, nein, ich habe mir gestern gerade meinen fünften Film seit Beginn angeschaut…

Diesmal war es Für den unbekannten Hund und da doch tatsächlich Sascha Reimann alias Ferris MC eine der Hauptrollen spielt, durfte ich eben diesen bereits zum 2ten Mal in meinem bislang recht kurzen Leben antreffen, nachdem wir uns mal in einem Hamburger McDonald’s begegneten, was sehr lange her ist, da ich dieses Restaurant seit geraumer Zeit boykottiere.

Jedenfalls ist hier der Anfang des Filmes, der meiner Meinung nach viel verspricht…

…was er leider nicht halten kann.

Es ist mal wieder eine Resozialisierungsgeschichte, kleiner Gangster wird guter Mensch, weil er Wandergesellen trifft und die ihn eben mitnehmen.

Wobei die Tatsache, Ferris MC mal in Handwerkerskluft bestaunen zu können, sich von seiner schauspielerischen Leistung überraschen zu lassen, und eben zu beobachten, wie er ganz homoerotisch geküsst wird und seinem Schützling Sahne von der Brust leckt, einen dann eben doch Anreiz gibt, sich auf diese Wandergesellen-Odyssee einzulassen. (Höhö!)

 

Viel eher ans Herz legen möchte ich dir allerdings Hotel Very Welcome von Sonja Heiss, es ist praktisch ihr Abschlussfilm (HFF München).

Wir reisen mit den fünf Protagonisten durch Indien und Thailand, immer auf der Suche nach irgendwas, nach Spaß oder sich selbst oder einem Rückflug.
Und immer zwischen Fiktion und Realität, Tragik und Komik.

Eva Löbau in HOTEL VERY WELCOME

Man könnte es einen Episodenfilm nennen, oder Roadmovie, oder Komödie, laut kino.de handelt es sich um ein Drama.
Egal, selbst als Drama bringt es dich immer wieder zum Lachen, verliert allerdings nie an Tiefgang und Natürlichkeit.

Merk dir das mal bis Herbst, dann geht’s für den Film ganz offiziell ins Kino -wenn alles klappt.

1 Kommentar

  • Ich weiß ja nicht, ob es jemanden interessiert.
    Aber die beiden hier vorgestellten Filme teilen sich den diesjährigen Publikumspreis des Festivals.

    Zusätzlich erhielt „Hotel Very Welcome“ eine Besondere Auszeichnung.

    Der Filmkunstpreis ging an „Jagdhunde“ mit Constantin von Jascheroff.


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